5. November 2016 Business | Manuela Bach | 0 Kommentare

Seminare und andere Grausamkeiten

Sie kennen es sicherlich auch, da hat Frau/ Mann sich für ein Seminar/ Workshop angemeldet, in dem es z.B. um freies Denken, neue Ideen oder Kreativität geht –  so weit, so gut.

Nun gehe ich von meinen Erfahrungen als Seminarteilnehmerin auf diesem Sektor aus.

Meist treffen sich alle im  Vorraum, es wird gesmalltalkt und dann wird Mann / Frau hineingebeten.

Da ich zu der Sorte Mensch gehöre, die es gerne „schön“ hat, was ich zu meinem Glück als Freiberufler gut ausleben kann, bin ich meist geschockt wenn ich Seminarräume betrete. Tische in U-Form, Stühle in Reih und Glied, Flipchartständer, eine Ecke in der sich Koffer und anderes Material des Seminarleiters sammelt, ein Tisch für Getränke, Plätzchen und eventuell noch Obst, meist auf aufgefalteten Servietten.

Okay – die verwegene Variante ist die ohne Tische.

Das ist das Umfeld, in dem Menschen Freies Denken und Kreativität erlernen sollen. Welch eine Stimulierung für die Sinne. Da gruselt es mich. Einer der ältesten Sätze der Menschheit lautet:

Wie oben, so unten; wie innen, so außen;

HALLO! Das schreit doch schon danach, dass auch die Umgebung das Thema aufgreifen sollte. Leider ist dies meist immer noch nicht der Fall. Deshalb habe ich mir mit einem Freund, dessen Kompetenz im Gestalten von Räumen liegt, Seminare ausgedacht.

Und glauben Sie mir – es funktioniert!

Ich möchte daran erinnern, dass es bei solchen Anlässen darum geht, Gedanken fliegen zu  lassen, Inspirationen zuzulassen, grenzenloses Denken zu erfahren und Unmögliches zu denken.

Des Weiteren gruselt mich der Begriff Kreativitätstechniken. Technik und Kreativität in einem Wort trifft aus meiner Sicht, die Welt der Ideen und der Kreativität nicht.

Ich kenne die Einwände: „Ja aber man muss doch ein Wording, und vor allen Dingen Schubladen haben!“

Ich atme gerade tief ein – Kreativität und Schubladen in einem Satz?

Sie merken es gerade selbst, oder? Ich frage Sie: „Wie viele Techniken haben Sie in Seminaren bereits kennengelernt, und wie viele davon wenden Sie an?“ Wenn die Art der „Technik“ nicht schon in Ihnen angelegt ist, werden Sie diese ganz schnell vergessen.

Ich vertrete meinen Standpunkt, der auf Erfahrung beruht, dass ich einem Kunden erst sagen kann was ich vorhabe,  wenn ich seine Anliegen, seine Mitarbeiter, und sein Unternehmen kennengelernt habe. Ich sitze nicht im Vorgespräch und bete irgendwelche Techniken herunter, die ich anwenden werde. Ich beschäftige mich nach dem Erstgespräch mit der Information, und dann entwickle ich eine maßgeschneiderte Gesprächsrunde. Da ist Intuition im Spiel, und diese übersetzt man mit gefühltem Wissen. Aber das ist ein anderes Thema.

Seien Sie mutiger, sonst entstehen keine neuen Gedanken!

Einfach mal anders!

Manuela Bach : eyewall

 



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