30. Januar 2018 Business | Manuela Bach | 0 Kommentare

Laufen lassen

Eine der wohl schwierigsten Aufgaben die es im Leben gibt, ist es Dingen einfach ihren Lauf zu lassen. Besonders wenn man eingreifen könnte. Sei es im privaten wie im geschäftlichen Bereich.

Woher weiß man, wann der Zeitpunkt ist, besser nicht ins Geschehen oder auch Nichtgeschehen einzugreifen.

Dies bedarf der intuitiven Wahrnehmung einer Situation, aber auch Vertrauen und ein gewisser Mut gehören zu dieser Disziplin auch dazu.
Ich nenne es wirklich Disziplin, denn gerade in unserer Zeit, in der das alles im Griff haben heraufbeschworen wird, ist es fast schon eine Königsdisziplin, die Dinge einfach mal laufen lassen.
Es kann gut gehen, aber auch nicht.
Wie ist Ihre Erfahrung damit?
Können Sie es?
Woran kann man es festmachen, einfach mal nicht einzugreifen und zu lenken? Sind es Anzeichen, die es zu erkennen gilt, oder ist es nur möglich wenn man über einen großen Erfahrungsschatz verfügt? Oder ist es vielleicht sogar Faulheit?
Überlegen Sie doch mal rückblickend, gab es bei Ihnen im Unternehmen Situationen, von denen Sie mit dem heutigen Wissenstand sagen, da hätte ich besser mal nicht eingegriffen? Im Nachhinein weiß man es ja bekanntlich immer besser, aber mal so ganz ehrlich? Und vor allen Dingen, haben Sie daraus gelernt, oder auch den Mut bezogen,

Situationen einfach mal auszuhalten ohne einzugreifen?

Gerade Machern fällt das oft besonders schwer, ja auch sogenannten Kontrollfreaks, die meinen immer alles selbst machen zu müssen. Aber da zieht man sich natürlich ein Team heran, dass kaum noch in der Lage selbstständig zu agieren. Ist das wünschenswert?
Was passiert, wenn der „Macher“ krank oder in Urlaub ist.

Da kann der Chef natürlich nicht erwarten, dass alles weiterhin reibungslos läuft, denn diese Teams sind in Eigenverantwortung nicht trainiert, beziehungsweise haben sogar Angst eine Entscheidung zu treffen. Natürlich werden in selbstbewussten Teams auch Fehler produziert, aber nur so lernen alle Beteiligten.
Entwicklungen einfach mal abwarten, auch das gehört zu einem Unternehmer dazu.

Meist sind gerade sie die Macher und deshalb ist das „laufen lassen“ ganz besonders schwierig.

Wie halten Sie es damit?
Mischen Sie sich immer ein? Wenn Sie mir an dieser Stelle einen bildhaften Vergleich zugestehen.
Stellen Sie sich einen Fluss vor, der ruhig vor sich hin aber doch kontinuierlich in eine Richtung läuft, dann kommt jemand und mischt sich ein, dabei können Strudel erzeugt werden. Diese Verwirbelungen sind ab und zu hilfreich, aber ab und zu auch überhaupt nicht.
Wie sind Ihre Erfahrungen?

Einfach mal anders

Manuela Bach: eyewall



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