Business | Manuela Bach | 2 Kommentare

Sind wir die Denkzeitlosen?

Durch meine Arbeit als Coach eröffne ich Denkräume und stelle fest:

Immer mehr Menschen fehlt die Ruhe zum Denken.

Gedanken frei fliegen lassen ist so wichtig, um Visionen für Neues zu bekommen, oder Arbeitsschritte zu durchdenken. Ich bin der Meinung, Denkzeit und Arbeitszeit sollten gleichrangig bewertet werden. Es muss ja nicht gleich halb und halb sein, aber so zwei Stunden in der Woche Denkzeit, das wäre doch ein Anfang.

Selbst Autos bekommen einen Leerlauf zugestanden – aber wir Menschen?

Wie können Menschen in der Arbeitswelt in Ruhe nachdenken? Ein Symbol von außen an die Bürotür angebracht, ein farbiges Sitzkissen zum Mitnehmen um sich in Ruhe irgendwohin zurückzuziehen oder ein vom Unternehmen gestalteter Denkraum – so könnte es gehen. Dadurch wird die Gefahr gebannt, dass Chefs oder Kollegen denken: Die/ der tut ja nix.

Führungskräfte sind darauf angewiesen, neue Ideen, in die sich schnell verändernden Märkte einzubringen. Ich bin mir sicher, dass sich Denkzeiten für Unternehmen lohnen. Doch derzeit werden noch immer Ideen und Kreativität von außen eingekauft, da diese Dinge im alltäglichen Ablauf als störend empfunden werden. Das sollte anders probiert werden. Was hätten die Unternehmen zu verlieren, frage ich Sie?
Um auf Ideen zu kommen, brauchen wir das „Nichts“. Einfach mal den Gedanken freien Lauf lassen. Natürlich können wir eine bestimmte Richtung andenken, doch dann einfach mal warten was passiert – ohne Telefoneinfluss, ohne Kollegenansprache, einfach mal die Zeit ohne Input verbringen.

Selbst in der sogenannten Freizeit, die mittlerweile verplant ist, sollte man seinen Gedanken einfach mal freien Lauf lassen. Das Nichtstun ist nicht leicht auszuhalten, aber es lohnt sich.Eintrag in den Terminkalender: Samstag, von 14.30 – 15.30 Uhr langweilen.
Liebe Leserin und Leser vergessen Sie eines nicht: „Die Langeweile ist die beste Freundin der Ideen!“

In diesen Momenten schlägt Ihr Gehirn Purzelbäume. Warten Sie doch einfach mal ab was sich im Kopf so tut. Ich versichere Ihnen, es wird spannender als jede Suchmaschine.“
Den Unternehmern empfehle ich, über Denkzeiten für die Mitarbeiter mal in Ruhe nachzudenken.

Einfach mal anders!
Manuela Bach : eyewall



2 Kommentare zu “Sind wir die Denkzeitlosen?”

  1. Vor kurzer Zeit gab es einen wunderschönen Artikel in der „Zeit“ mit der Überschrift:
    Langeweile, sie wird uns fehlen!
    Leider ist dieses Wort in unsererem Wahrnehmen meist negativ belegt. („Maama“, mir ist soo langweilig!“) Wenn man das Wort zerlegt bedeutet es nichts anderes als lange Weile, ein Wort das sich beim Aussprechen schon nach gedehnter Zeit anhört. Nach einer Zeit für nichts bestimmtes. Eine Zeit in der Kreativität entstehen kann, eine Zeit die der Kopf braucht um sich zu „lüften“.
    Schauen wir wieder öfters mit „leeren Augen“ in die Welt und nichts aufs Smartphone, nutzen wir Pausen für Pausen und nicht um die weitere Zeit zu organisieren.
    Sie fehlt vielen Menschen schon jetzt: Die Langeweile!

    1. Manuela Bach sagt:

      Danke, dass Du das Wort Laaaaange Weile noch mal so anschaulich gemacht hast

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