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14. Juli 2020 Gesellschaft | Manuela Bach | 0 Kommentare

Zeit Los

Im Hier und Jetzt

Wir sind ein wenig zeitlos geworden? Findest Du nicht auch?

Seit dem Besuch des Corona Virus denken viele nur noch von einen Tag auf den anderen. Durchgetaktet und durchgeplant bis zu Ende des Jahres? Nein das funktioniert jetzt nicht.

Ein Tag nach dem anderen, denn die Bestimmungen können ja morgen schon wieder anders sein, wie wir ja derzeit ständig erfahren. Diejenigen bei denen das Glas halb leer ist, zeigt sich die Corona Krise als Katastrophe (wie schon im meinem letzten Blog möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier an dieser Stelle über Menschen und die Beobachtungen spreche, die gesundheitlich NICHT betroffen sind.)

Bei denjenigen die vor einem halbvollen Glas sitzen, dazu zähle ich mich, für die können sich auch ganz andere Aspekte von Corona zeigen.

Hat dieser Virus, der da in unser Leben eingebrochen ist, nicht sogar etwas Philosophisches mitgebracht?

Corona als philosophisches Ereignis?

Ruhe und Stille beispielweise. Sie werden immer wieder von Denkern eingefordert. Jetzt waren sie einfach da. Wie das? Unser Leben hat sich definitiv entschleunigt, das nenne ich persönlich Lebensqualität. Das Hamsterrad in dem wir alle mehr oder weniger freiwillig mitgerannt sind, steht plötzlich still. Wir benötigen keine Ausflüchte mehr, es ist jetzt einfach so.

Ich finde das war schon ein Gewinn. Verkehr, Beruf all das kann jetzt auf dem Prüfstand gestellt werden.

Die Achtsamkeit, auf einmal von vielen Seiten eingefordert und auch umgesetzt. Das in unseren Zeiten, wo doch jeder darauf bedacht sich selbst durch alle Termine und das was man Leben nennt zu lenken.

Wir gehen achtsam mit unseren Mitmenschen um, halten Abstand, fragen Nachbarn, mit denen wir vorher kaum ein Wort gewechselt haben, ob sie Hilfe benötigen. Fürsorge auch außerhalb des eigenen kleinen Kreises.

Ich habe wieder mehr telefoniert, ging euch das auch so? Auch mit Menschen, die ich immer mal wieder anrufen wollte, aber in der Hektik des Alltags und der des Freizeitstresses einfach keine Kraft und keine Zeit gefunden habe.

Nun schaue ich mal wieder ganz genau, was ist mir wichtig, was macht meine persönliche Definition von Lebensqualität aus?

Was wurde mir fremdbestimmt übergestreift?

Jetzt hatte ich Abstand und auch noch die Zeit mir mein Leben und auch das von Anderen anzusehen, zu reflektieren und im besten Falle daraus Konsequenzen zu ziehen, auch für die Zeit nach Corona.

Ich nehme mir die Freiheit des Neu Denkens bewusst, Corona hat auf jeden Fall dazu geführt Dinge, die wir schon immer so gemacht haben, sei es aus Bequemlichkeit, oder weil man es so macht, oder weil einfach keine Zeit und auch kein Anlass dazu war, das mal genau zu überprüfen. Wie ist eigentlich mein Leben? Dieses Leben, das es nur einmal gibt, dass das meine ist.

Jetzt ist die Möglichkeit genau diesem Leben auf die Spur zu kommen.



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